Über das Projekt

HistoriaMP ist eine quellengebundene Analyseplattform für historische Handschriften.

Die Plattform untersucht nicht zuerst, welcher Text wahrscheinlich gemeint ist. Sie dokumentiert, welche sichtbaren Befunde eine Lesung tragen — und wo Unsicherheit bestehen bleibt.

Positionierung

HistoriaMP versteht sich nicht als klassisches OCR-/HTR-Werkzeug. Der Kern ist eine artefaktbasierte Pipeline: Quelle, Bildbefund, Layout, Segment, Glyph, Minimcluster, Abbreviatur, Lesung und Qualitätskontrolle bleiben getrennt nachvollziehbar.

Methodischer Grundsatz

Die sichtbare Quelle hat Vorrang vor sprachlicher, historischer oder statistischer Plausibilität. Eine Lesung soll nicht nur plausibel klingen, sondern auf dokumentierte visuelle Evidenz zurückführbar sein.

Grenzen

HistoriaMP erzeugt keine historische Wahrheit und ersetzt keine fachliche Prüfung. Die Plattform macht Befunde, Unsicherheiten und Analysewege sichtbar, damit sie kritisch überprüft werden können.

Nächster Schritt

Methodik, Begriffe und Beiträge vertiefen.

Das Glossar erklärt zentrale Begriffe der Pipeline; der Blog dokumentiert methodische Fragen und aktuelle Projektgedanken.